Ergänzender Artikel zu:
Die Akteure der Reformpolitik im ausgehenden 19. Jahrhundert

Marie Gschwind-Stingelin (1862-1933)

Nach seinem Biographen Ernst Degen soll Stephan Gschwind geschrieben haben: «Wie hätte ich ohne sie auf dem Gebiete der Politik und Volkswirtschaft leisten können, was ich geleistet habe!» Die Worte der Anerkennung galten Marie Stingelin von Pratteln, die seit 1878 mit Stephan Gschwind verheiratet war. Marie Gschwind-Stingelin gebar fünf Kinder, führte den Haushalt und leitete den landwirtschaftlichen Betrieb, der zum Firmenkonglomerat Gschwinds gehörte. Zudem sorgte sie für die Familie. So musste sie ihren Gatten hin und wieder mahnen, wenn er ob seiner öffentlichen Ämter die Familie zu vergessen drohte: «Nicht nur einmal», meint Gschwind in seinen testamentarischen Aufzeichnungen, «musste mich meine Gattin daran erinnern, auch an die eigenen Pflichten zu denken und nicht nur an die Dinge Dritter.» Es war eine lange Liste von Engagements, die ohne Marie Gschwinds Unterstützung nicht möglich gewesen wären. Am 28. April, kurz nach seinem 50. Geburtstag, starb Stephan Gschwind. Seine Frau Marie war damals nach Gschwinds Einschätzung kerngesund und hatte seiner Meinung nach alle Anrechte auf ein hohes Alter. In den Geschäften, die er seinen Erben hinterliess werde sie ihren Mann stellen, prophezeite er. Marie Gschwind-Stingelin starb 1933 im Alter von 71 Jahren.

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