Ergänzender Artikel zu:
Die Akteure der Demokratiebewegung in den 1850er- und 1860er-Jahren

Die Bankengründungen

Immer mehr setzte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts das Geld gegenüber dem Tausch als Ausdrucksmittel der wirtschaftlichen Beziehungen durch. 1849 entstand die Basellandschaftliche Hypothekenbank. 1864 gründete Christoph Rolle in seiner Funktion als Baselbieter Finanzdirektor die Basellandschaftliche Kantonalbank. Das Geld, das Vermögen, der monetäre Reichtum wurden für die gesellschaftliche Machtposition grundlegend. Dieser Entwicklung kam die Vereinheitlichung der Währung durch den neuen Bundesstaat von 1848 zupass.(1) Sparsamkeit bekam mehr und mehr die Bedeutung einer bürgerlichen Kardinaltugend. Dabei war das Sparen nur das eine. Das andere: Geld leihen zu können, war mindestens gleichbedeutend, wenn nicht sogar wichtiger. Das Leben im 19. Jahrhundert war nicht nur für die Unternehmer unsicher, sondern auch für die kleinen Leute. Phasen der wirtschaftlichen Konjunktur wechselten mit Flauten. Also war es angebracht, für schlechte Zeiten einen «Notbatzen» auf die Seite zu legen. Dass man dies mit Hilfe einer Bank tun sollte, brauchte einiges an Überzeugungsarbeit. Eigentumsbildung galt den Unternehmerfamilien als sichere Massnahme gegen die drohende Proletarisierung ihrer Arbeiterinnen und Arbeiter.

(1) Ruedi Epple/Albert Schnyder: Wandel und Anpassung. Die Landwirtschaft des Baselbiets im 19. Jahrhundert, Liestal 1996, S. 267ff.

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