Ergänzender Artikel zu:
Ferien werden zum Allgemeingut

Protest gegen Freizeitanlagen

Langenbruck, eine Gemeinde, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Tourismus setzte, baute zu Beginn der 1950er-Jahre zwei Skilifte. Im Februar 1956 nahm auch auf der Wasserfallen oberhalb von Reigoldswil ein Skilift seinen Betrieb auf. Nur einen Monat später wurde die Gondelbahn Reigoldswil—Wasserfallen eröffnet. 1931 war sie noch an der Ablehnung der Gemeinde Reigoldswil und des regionalen Transportunternehmens Autobus AG gescheitert. Unumstritten war die Bahn allerdings auch in den Fünfziger Jahren nicht, so wurde 1957 ein Brandanschlag verübt und 1958 zu nächtlicher Stunde ein Mast demontiert. Schon in der Planungsphase hatten sich Natur- und Heimatschutzkreise gegen den Bau gewandt. Trotz Phasen wirtschaftlicher Schwierigkeiten blieb die Gondelbahn in Betrieb. Die 1950 gegründete Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Heimatschutz Baselland hatte sich 1954 gegen das Wasserfallenprojekt und grundsätzlich gegen die «Gondel- und Sesselbahn-Seuche» gewandt, vermochte sich jedoch nicht durchzusetzen. Ihr Verständnis von Natur und Naturerlebnis unterschied sich fundamental von jenem, das sich im Zeichen der entstehenden Freizeitgesellschaft ausbreitete und eine möglichst gute verkehrstechnische Erschliessung der Landschaften anstrebte. Die Einsprecher lehnten den Ausflugstourismus allerdings nicht grundsätzlich ab, obwohl die Folgen in Form von Verkehr, Lärm und Abfall bereits bekannt waren.

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