Ergänzender Artikel zu:
Ferien werden zum Allgemeingut

Freizeitindustrie

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte der Massentourismus ein, der immer mehr Menschen an immer fernere Feriendestinationen bewegte. Die Art und Weise, wie Ferien gestaltet wurden, war dabei stark von den Vorstellungen über die sinnvolle Nutzung der Freizeit beeinflusst, wie sie zunächst Vertreter des Bildungsbürgertums, später Agenturen der Tourismusindustrie verbreiteten. Mit dem Wohlstand stieg jener Anteil des Haushaltsbudgets, der für die Freizeit zur Verfügung stand. Zu den Vereinen kamen zunächst Kinos, Taschenbücher, Groschenromane und Zeitschriften, später Radio- und TV-Apparate sowie Discos, schliesslich Personalcomputer, Hobby-Märkte, Freizeitparks und Fitness-Clubs hinzu. Ein Markt für Freizeitangebote entstand, den eine wachsende Freizeitindustrie belieferte. Auch der Warenkonsum und die Mobilität entwickelten sich zu wichtigen Freizeitbeschäftigungen. So spielten Wochenendeinkäufe eine wichtige Rolle und Einkaufszentren wie die Autobahnraststätte bei Pratteln wurden zu beliebten Zielen von Ausflügen.

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