Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Die Landschaftsräume des Baselbiets

Das Ergebnis der einstigen tektonischen Grossbewegungen ist die seit Jahrtausenden in ihren Grundzügen feststehende naturräumliche Grundstruktur des Baselbiets.(1) Es können grob fünf Räume abgegrenzt werden.
1: Der östliche Teil des Sundgauer Hügellands, der sich von Allschwil über das Leimental bis zum östlichen Rand des Bruderholz hinzieht. Charakteristisch für dieses niedrige Hügelland sind ausgedehnte Lössflächen. Löss ist die fruchtbare, sandartige Ablagerung von Moränenstaub, der vom Wind während der Eiszeiten im Randbereich der Gletscher deponiert wurde.
2: Das Birs- und das Rheintal, für welche Flussauen sowie die Flächen der Schotterterrassen typisch sind. Talauen und Schwemmfächer reichen – in östlicher und südlicher Richtung – entlang der übrigen Flüsse und Bäche wie der Ergolz oder der beiden Frenken in schmalen Korridoren weit in andere Naturräume hinein.
3: Die Schichtstufenlandschaft des Tafeljuras. Typisch sind die bewaldeten Steilhänge und die flachen, über den Tälern gelegenen, kultivierten Tafelflächen. Diese Landschaft prägt den mittleren und grosse Gebiete des oberen Kantonsteils.
4: Der Blauen und der südliche Grenzbereich des oberen Kantonsteils liegen im Falten- oder Kettenjura mit schmalen Tälern und hohen, steilen Kämmen.
5: Das Laufental umfasst Birs- und Lützeltal, das in seiner Art innerhalb des Kantons einzigartige Laufener Becken sowie die etwas erhöhte Hangfläche südlich des Blauen. In seinen Grenzräumen ist dieses Gebiet von den Strukturen des Faltenjuras geprägt.

(1) Natur aktuell. Lagebericht zur Situation der Natur im Kanton Basel-Landschaft im Jahr 1988, Liestal 1989, S. 27-34 und 111-126; Werner A. Gallusser: Studien zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsgeographie des Laufener Juras, Laufen 1961, S. 10-25

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