Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Korallenriffe und Muscheln

Im warmen Meer, das die Gegend des heutigen Kantons Baselland vor Jahrmillionen bedeckte, wuchsen Korallenriffe auf einem breiten Gürtel. Er erstreckte sich vom Kanton Jura über das Laufental und Basel bis ins Markgräflerland. Leicht einsehbar sind diese Riffe zum Beispiel am Steilhang über St-Ursanne. Die Geologen schliessen aus dem Vergleich mit den heutigen Standorten von Korallenriffen, dass hier in der späteren Jurazeit, das heisst im mittleren Oxfordian vor rund 140 bis 130 Millionen Jahren, ein tropisches oder subtropisches Flachmeer bestanden haben muss. Zunächst war das Meer immerhin etwa 80 bis 100 Meter tief und am Meeresgrund kaum vom Wellengang beeinflusst, so dass sich dort Schlamm ablagern konnte, in dem dünnschalige Muscheln eingegraben waren. Mit der fortschreitenden Auffüllung des Meeres von Nordwesten her wurde das Wasser in der Nordwestschweiz schon im mittleren Oxfordian so seicht, dass Korallenriffe zu wachsen begannen. Im Bereich der Riffe war das Wasser zudem stark bewegt, so dass dort in der Regel nur Muscheln und Schnecken überleben konnten, die durch eine dicke Schale vor dem Zerbrechen geschützt waren. Weiter östlich, im Gebiet der heutigen Kantone Aargau und Schaffhausen, blieb das Wasser durch das ganze Oxfordian hindurch ziemlich tief. So lebten dort, wie die erhaltenen Fossilien zeigen, auch noch später dünnschalige Schnecken und im Schlamm eingegrabene Muscheln.

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