Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Der Himmel über dem Baselbiet

Zum Naturraum gehört auch ein grosser Teil der Atmosphäre. Klima und Witterung bestimmten das Leben frühererer Gesellschaften sehr direkt, weil ungünstige Wettervoraussetzungen in weit geringerem Mass als heute durch den Einsatz von technischen und anderen Hilfsmitteln und durch Ausweichen auf die Nahrungsmittelproduktion in anderen Teilen der Welt ausgeglichen werden konnten. Die klimatische Situation des Baselbiets ist im Allgemeinen gekennzeichnet durch eine Abnahme der Wärmegunst mit der Höhe. Die Tallagen von Birseck und Hochrheintal sowie das Laufener Becken gehören zur klimatisch günstigsten Weinbaustufe, die Tallagen im Faltenjura und der Tafeljura als Ganzes hingegen zur Obst-Ackerbaustufe und teilweise zur reinen Ackerbaustufe. Die höheren Lagen im Faltenjura reichen in die obere Ackerbaustufe hinein. Auf den Plateauflächen des Tafeljuras wird es nach Osten hin zunehmend kühler.(1) Die Niederschlagsverhältnisse sind wegen der Topografie sehr unterschiedlich. Allgemein nimmt die Niederschlagsmenge mit der Höhe und mit der Nähe zum Jurahauptkamm zu. Das Birseck gehört noch zur Oberrheinischen Tiefebene und ist deshalb mit jährlichen Niederschlägen von deutlich weniger als 1000 Millimetern relativ trocken. Im Hochrheintal nimmt die Niederschlagsmenge von 800 Millimetern bei Muttenz auf über 1000 Millimeter bei Möhlin zu. Tafel- und Faltenjura weisen deutlich höhere Niederschlagsmengen auf. Diese reichen von weniger als 1000 Millimetern im unteren Ergolztal bis zirka 1300 Millimeter in den Gipfellagen.

(1) Natur aktuell. Lagebericht zur Situation der Natur im Kanton Basel-Landschaft im Jahr 1988, Liestal 1989, S. 37ff. und 42ff.

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