Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Letzter Appell

«Rund um Basel, von Gösgen bis Breisach, sollen 8 Atomkraftwerke mit vorläufig 14 Atomreaktoren entstehen. An keinem Ort der Welt gibt es eine derartige Konzentration. Das Gefahrenrisiko in einer so dicht besiedelten Gegend mit rund 2 Millionen Einwohnern ist unannehmbar. Das Bundesgericht hat einen unannehmbaren Standpunkt eingenommen. Die totale Ausschaltung der betroffenen Bevölkerung hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Recht ist Unrecht geworden. Darum ergibt sich für die Agglomeration Basel, ja für die ganze Region, eine Notsituation.»(1) 500 Atomkraftwerkgegnerinnen und -gegner verabschiedeten diese Entschliessung. Sie hatten sich am 30. November 1973 auf Initiative einiger Umweltschutzverbände in Basel versammelt, nachdem im August desselben Jahres das Bundesgericht als letzte Instanz die Beschwerden gegen das geplante Atonkraftwerk Kaiseraugst abgewiesen hatte. Ihre Forderungen verpackten sie in einen Appell an die Regierungen beider Basel. Doch die Chancen, nach dem letztinstanzlichen Entscheid noch etwas ausrichten zu können, waren gering. Die Rechtslage sprach dagegen.

(1) Ruedi Epple: Basel-Landschaft in historischen Dokumenten, Band 5, Liestal 1998, S. 469-472

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