Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Autobahnpläne

In den ersten Nachkriegsjahren des 20. Jahrhunderts stand der Ausbau des Kantonsstrassennetzes im Vordergrund. Erst nachdem der Bund 1958 die Kompetenz zum Autobahnbau übernommen hatte, drängte sich dieser Weg ins Zentrum. Für den Kanton Basel-Landschaft als klassisches Durchgangsland waren zwei dieser modernen vierspurigen und kreuzungsfreien Strassen vorgesehen. Ein erster Ast führte von Basel nach Augst und von dort Richtung Bölchen (N2, heute A2). Ein zweiter Ast zweigte in Augst Richtung Rheinfelden ab (A3). Während über dieses Grobkonzept im Kanton Basel-Landschaft schon bald Einigkeit herrschte, hob über das Teilstück Augst–Bölchen ein langwieriger Variantenstreit an, wobei sich unterschiedlichste Interessen gegenüberstanden. Während die Gemeinden des mittleren Ergolztals und der Frenkentäler befürchteten, vom Verkehrsstrom abgeschnitten zu sein, wenn die Autobahn über Arisdorf führen würde, wehrten sich die Gemeinden im Arisdörfer- und im Diegtertal gegen eine Linienführung durch ihren Bann. Unzählige Varianten kamen ins Spiel. Schliesslich entschieden sich eidgenössische und kantonale Behörden für die Autobahn über Arisdorf. Den Gemeinden im Ergolztal kam man mit einer Talentlastungsstrasse (T2, später J2 und H2) entgegen.

Zum Thema

Entstehung des Territorialstaates

 
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