Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Die ausländische Bevölkerung

Bis zum Jahre 1870 lebten, gemessen an der Gesamtbevölkerung, bloss drei bis vier Prozent Ausländerinnen und Ausländer im Kanton. Danach begann eine rege Zuwanderung aus dem Ausland, welche ihren Höhepunkt vor dem Ersten Weltkrieg erreichte. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung betrug 1910 im ganzen Kanton 14 Prozent, beinahe das Fünffache von 1870. Er war damals übrigens im schweizerischen Durchschnitt etwa gleich hoch, so hoch wie in keinem andern europäischen Land ausser Luxemburg. Die so genannte Fremdenfrage wurde denn auch wieder einmal zum Thema. Doch gingen dann, bedingt durch die Ereignisse des Ersten Weltkrieges und später durch die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre, die Ausländerzahlen wieder zurück, bis 1941 auf etwas über 5 Prozent. Die Entwicklung verlief regional und lokal sehr unterschiedlich. Die beiden oberen Bezirke Sissach und Waldenburg wurden davon kaum berührt. Dagegen schnellten im Bezirk Arlesheim nach 1870 die Anteile in die Höhe, auf schliesslich ein Viertel der gesamten Bevölkerung im Jahre 1910. Der Bezirk Liestal lag dazwischen. Er verdoppelte in der gleichen Zeit seinen Anteil auf etwas über zehn Prozent. Viel mehr Ausländerinnen und Ausländer als im Baselbiet lebten in der Stadt Basel. Dort machten sie 37 Prozent aus. Demgemäss konzentrierten sich die hohen Anteile in Baselland sehr stark auf einige stadtnahe Gemeinden, Allschwil mit über 41, Birsfelden mit 38 oder Binningen mit 37 Prozent. In Augst waren es fast 50 Prozent.

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Zum Thema

Entstehung des Territorialstaates

 
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