Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Die katholische Minderheit

Im ausgehenden 19. Jahrhundert betrug der Anteil der katholischen Bevölkerung im Kanton Basel-Landschaft rund 23 Prozent. Sie bildete eine Minderheit, die sich vorwiegend auf die birseckischen Gemeinden im unteren Kantonsteil konzentrierte. Katholische Politiker hatten nur dort Chancen, einen Landratssitz zu gewinnen. Im übrigen Kanton war die katholische Bevölkerung eine verschwindende Minderheit, und ihre Politiker stiessen auf verbreitete Vorurteile. Die Minderheitsposition sowie der Kulturkampf hatten den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter den Baselbieter Katholiken gestärkt.(1) Wie andernorts auch entstand in den birseckischen Gemeinden ein dichtes Geflecht von Kirchenchören, Mütter- und Frauenvereinen, Töchterkongregationen und Jungmannschaften sowie Männer- und Arbeitervereinen.(2)

(1) Jules Blunschi: Die Politik der Katholiken in Basel-Land. 50 Jahre Volkspartei Basel-Land, Aesch 1966, S. 6-30; Christlich-demokratische Volkspartei Basel-Landschaft (Hg.): 75 Jahre Politik der Katholiken im Kanton Basel-Landschaft, Basel 1989, S. 6-30, Urs Altermatt: Der Weg der Schweizer Katholiken ins Ghetto, Zürich 1972

(2) Jules Blunschi: Die Politik der Katholiken in Basel-Land. 50 Jahre Volkspartei Basel-Land, Aesch 1966, S. 30

 

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