Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Blutige Eskalation an der Hülftenschanze

In den Basler Trennungswirren 1830-1833 geriet die Basler Regierung durch ihre Politik immer tiefer ins konservative Fahrwasser. Zur gleichen Zeit erlangten in der Schweiz die liberalen Kantone mit den erneuerten Verfassungen die Mehrheit, und die Tagsatzung anerkannte deshalb die eigene Baselbieter Verfassung. Verärgert über so viel Missbilligung schloss sich Basel daraufhin dem Sarnerbund an, dem Uri, Schwyz und Unterwalden, Wallis und Neuenburg angehörten. Dieser sprach sich gegen jede Reform und Änderung des eidgenössischen Bündnisses aus. Auch die ins Auge gefasste Teilung in Schwyz bekämpfte er. In Schwyz gab es ähnliche Bestrebungen wie im Baselbiet. Doch dort wurde die Trennung knapp vermieden. In Basel hingegen eskalierte der Konflikt. Etliche Übergriffe, wie zum Beispiel der so genannte Gelterkindersturm der Baselbieter Truppen im April 1832, veranlassten die stadttreuen Gemeinden zu Hilferufen. Aber die Stadt war dazu nicht mehr in der Lage. Am 3. August 1833 unterbanden die Landschäftler den Auszug der Basler Standestruppen bei der Hülftenschanze zwischen Pratteln und Frenkendorf und schlugen den Gegner militärisch. Ein grosser Teil der Baselbieter Bevölkerung jubelte, der andere, stadttreue Teil beeilte sich, dem neuen Kanton eine gemässigte Behandlung abzubitten oder jetzt doch noch beizutreten. Am 26. August 1833 besiegelte die Tagsatzung die Totaltrennung und damit die Schaffung des neuen Kantons Basel-Landschaft.

Zum Thema

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