Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Herrschaftskrisen und Revolution

Die Bildung einer flächendeckenden Territorialherrschaft Basels im 16. Jhd. veränderte langfristig auch die Beziehungen zwischen städtischer Obrigkeit und ländlichen Untertanen. Aus der Herrschaft mit Bauern, wie sie noch im 16. Jhd. üblich war, entwickelte sich bis ins 18. Jhd. eine Herrschaft über Bauern. Ein ähnlicher Prozess war auch im fürstbischöflichen Birseck und Laufental zu beobachten. Im Laufe der Jahrhunderte kam es wiederholt zu Krisen, die ausnahmslos zu Gunsten der Stadt ausgingen. Unter dem Anstoss der Französischen Revolution von 1789 stieg aber der Druck zur Veränderung. 1798 setzte die Basler Revolution dem alten ständischen Herrschaftssystem ein Ende, Land und Stadt erhielten gleiche Rechte. Im selben Jahr wurde die Helvetische Republik ausgerufen, 1803 durch die Mediationsverfassung abgelöst. Birseck und Laufental hingegen wurden nach inneren Unruhen und nach dem Zusammenbruch des Fürstbistums 1792 vorübergehend dem französischen Staat angegliedert. Nach dem Zusammenbruch der Herrschaft Napoleon entstand 1815 der Kanton Basel, zu dem neu nun auch das Birseck gehörte.

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Zum Thema

Entstehung des Territorialstaates

 
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