Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Vermittlung zwischen Bevölkerung und Regierung

Die Baselbieter Gemeinden waren im frühen 19. Jahrhundert direkt mit den Folgen des Wandels in der Landwirtschaft konfrontiert und versuchten, damit in eigener Regie fertig zu werden. Erst wenn das, zum Beispiel wegen innergemeindlicher Konflikte, nicht möglich war, schalteten sie die oberen Behörden ein. Als Mittler zwischen Bevölkerung und Regierung fungierte bisweilen der 1818 gegründete Landwirtschaftliche Verein. Hier fanden Agrarexperten aus Land und Stadt zusammen, um sich über die Entwicklungen in der Landwirtschaft zu unterhalten und auf die Politik Einfluss zu nehmen. Dieser Verein war neben der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige und anderen eher privaten Vereinigungen einer der wenigen Orte, wo sich in Basel eine den ganzen Kanton umfassende, bürgerliche Öffentlichkeit entwickelte. In bürgerlichen Vereinigungen dieser Art wurde etwas weitergeführt, was im späten 18. Jahrhundert in Basel unter anderem von Isaak Iselin erfunden worden war: das Gespräch interessierter Bürger – Frauen waren allenfalls im Hintergrund tätig – über aktuelle Themen und Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Politik.

Zum Thema

Entstehung des Territorialstaates

 
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