Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Landwirtschaftswandel im Laufental

Die Situation im noch bernischen Laufental des 19. Jahrhunderts war im Ganzen gesehen nicht viel anders als jene auf der Basler Landschaft. Zwar hatte Bern 1816 für die ehemals bischöflichen Gebiete, die so genannten Leberbergischen Ämter, die Auflösung des bisherigen Zelgensystems dekretiert, ebenso ein Verbot des allgemeinen Weidgangs auf privaten Grundstücken. Vorgeschrieben war im Weiteren, dass die Gemeindeweiden nicht übersetzt, das heisst übermässig mit Vieh bestossen werden durften. Trotzdem wurde im Laufental noch lange an den alten Nutzungstraditionen festgehalten. Die Grundstücks- und Wegverhältnisse blieben unverändert und erschwerten die Umstellung auf eine individuell betriebene Parzellenkultur. Der zelgenweise Anbau wurde deshalb auf freiwilliger Basis noch lange, mitunter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts weitergeführt.

Zum Thema

Entstehung des Territorialstaates

 
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