Ergänzender Artikel zu:
Beziehungen zwischen Stadt und Land

Frauenarbeit

Martha Grieder kam 1896 in Rünenberg zur Welt. Ihre Eltern wohnten auf dem Hof Hundsbrunnen, den sie mit der Familie Buser teilten. Neben der Landwirtschaft betrieben beide Familien insgesamt fünf Webstühle. Im Film ‹Die letzten Heimposamenter› von Yves Yersin berichtete Martha Grieder 1972: «Buuret, as me vermöge het z pasimänte oder umgchehrt au, jo s het halt früener alls buuret und alls pasimänted im ganze Dorf.» Nach der Schule übernahm die junge Martha 1910 einen eigenen Stuhl. Mit 24 Jahren heiratete sie Wilhelm Buser aus der unteren Wohnung, arbeitete aber vorerst im oberen Stock weiter. 1934 richtete man einen Hausanbau als Posamenterstube ein. Ihr Mann Wilhelm besorgte die Landwirtschaft und wirkte nebenbei als Schreiner. Martha Buser versah den Haushalt und stand bis 1977 am Webstuhl. Während ihrer 67 Jahre dauernden Berufstätigkeit wob sie zuerst schmale Bänder für die Firma Vischer in Basel, später Haarbänder für die Firma Sarasin & Co. in Ormalingen und schliesslich breite Kranzschleifen für die Firma Rohrbach AG in Reinach: «Schöni Bändel, aber die, wo sen überchöme, gsäije se nümme», meinte Martha Buser-Grieder.

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