Ergänzender Artikel zu:
Die katholische Minderheit

Die konfessionelle Durchmischung

Die meisten Gemeinden des Baselbiets galten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein als konfessionell geschlossen. Im alten Kantonsteil waren ihre Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel reformiert, im ehemals fürstbischöflichen Birseck wie auch im bernischen Laufental katholisch. Noch 1850 gehörten gegen 95 Prozent der Bevölkerung in den katholischen und reformierten Gegenden des Kantons der jeweils dominierenden Konfession an. Im reformierten Gebiet änderte sich dies bis 1900 nur geringfügig; noch bekannten sich gegen 90 Prozent zur Mehrheitskonfession. Im katholischen Birseck dagegen waren es etwa 80 Prozent. In den nächsten drei Jahrzehnten bis 1930 fand hier ein beträchtlicher Wandel statt: Der Anteil der katholischen Bevölkerung reduzierte sich auf weniger als zwei Drittel und ging vor allem nach 1960 weiter zurück auf einen Anteil von bloss noch 43 Prozent im Jahre 1990. In den reformierten Gebieten vollzog sich diese Entwicklung langsamer: Noch 1950 betrug der Anteil der reformierten Bevölkerung 82 Prozent, ging aber dann ebenfalls massiv zurück auf 55 Prozent im Jahre 1990. In den vorwiegend ländlichen Bezirken hielt sich die relative konfessionelle Geschlossenheit noch viel länger als in den stadtnahen Bezirken. In den Bezirken Sissach und Waldenburg war die Bevölkerung 1950 noch zu mehr als 90 Prozent reformiert. Das gilt umgekehrt auch für das damals bernische Laufental, welches 1950 zu über 80 Prozent und noch 1990 zu rund 70 Prozent katholisch war.

Zu folgender Rundgangsstation wechseln:
Zum Thema

Katholische Volkspartei, 1953

Video Clip - Von den Anfängen der Wirtschaftskammer

 
.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print