Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Generalstreik in Basel

Der gesamtschweizerische Landesstreik von 1918 war eine Folge der wirtschaftlich harten Kriegsjahre. Auch der Generalstreik, den der Basler Arbeiterbund am 30. Juli 1919 ausrief, hatte sozialpolitische Ursachen. Unterstützt werden sollte der Ausstand der Färbereiarbeiter, die für mehr Lohn kämpften. Der Arbeiterbund forderte darüber hinaus niedrigere Preise für Grundnahrungsmittel, Massnahmen gegen Wohnungsnot und Mietzinswucher sowie eine allgemeine Lohnerhöhung. Um den Streik niederzuringen, bot der baselstädtische Regierungsrat Truppen auf. Als diese von den Waffen Gebrauch machten, starben drei Frauen und zwei Männer. Der Basler Generalstreik wirkte sich auch im Kanton Basel-Landschaft aus: Das Platzkommando Basel bot Baselbieter Truppen auf. Weil es eine Ausweitung der Streikbewegung befürchtete, hängte es in Allschwil, Binningen, Münchenstein, Muttenz, Birsfelden und Pratteln Plakate aus, welche auf das herrschende Versammlungsverbot aufmerksam machten. Den Mitgliedern der Demokratischen Fortschrittspartei, die am 3. August 1919 im Liestaler Engel tagten, waren diese Ereignisse sehr präsent. Wie die ‹Basellandschaftliche Zeitung› zu berichten wusste, verabschiedeten sie mit Applaus zwei Telegramme. Das erste ging an den Bundesrat und versicherte diesem die «unwandelbare Treue» der Versammlung zum «Vaterland». Das zweite richtete sich an die «braven Baselbietertruppen» im Basler Einsatz und liess sie wissen, dass das «Baselbieter Volk» hinter seinen Soldaten stehe.

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